Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um

Der Computer ist des Menschen häufigster Begleiter geworden – so selbstverständlich wie der Schuh am Fuß. Über Selbstverständliches denkt der Mensch nicht mehr nach.

Sollte er aber beim Thema Computer: Diese Maschine ist gefährlicher und tödlicher als eine militärische Waffe: Sie muß daher sorgfältig gewartet werden, ‚Sicherheitsgurte‘ müssen regelmäßig angelegt werden in Gestalt von Updates – die Konzerne bitten inständig darum, denn sie kennen die entdeckten und verborgenen Gefahren ihrer Produkte. Die Daten müssen geschützt werden, damit niemand auf den individuellen Computer zugreifen kann durch gesperrte Zugänge – so, wie jeder Mensch seine Wohnung schützt mit versperrten Türen: Denn es ist zwingend notwendig, seine eigene Sphäre vor dem Zugriff anderer zu schützen.

Und was tut der Mensch?

‚Niemand macht Updates, ich habe noch keinen Fremdling auf meinem Computer entdeckt, von mir kann jeder alles wissen‘: Das sind die Argumente, die massenhaft wie ein Mantra wiederholt werden. Die Bildung einer analytischen Vernunft spielt dabei keine Rolle: Beim Computer wird sie ausgeknipst.

So ist Deutschland ein Eldorado der weit geöffneten Computer – für Einbrecher, Diebe, Erpresser ein Leckerbissen. Es wird auch gestohlen, überwacht, erpresst, vernichtet, was das Zeug hält: Nur wird es nicht öffentlich gemacht. Aus Scham? Aus Bequemlichkeit? Aus Angst, dass man endlich einmal verantwortlich handeln müsste?

Der Ruf:’Der Staat muss das regeln!‘ wird massenhaft laut: Hat aber schon einmal jemand weitergedacht, was das nur heißen kann?

Der Staat selbst spioniert ja seine Bürger mit dem Bundestrojaner aus. Wenn er den ’sicheren Computer‘ regeln soll, dann kann das nur heißen: Ein Volkscomputer, auf dem die dem Staat genehmen Programme installiert sind samt Spionage – Programmen: Denn der fürsorgliche Staat hat ein Interesse an den Interessen seines Volkes, damit er es problemlos lenken kann.

Noch ist es nicht so weit: Die kapitalistischen Gesellschaften sind zu mächtig und gierig, um sich ihre Pfründe beschneiden zu lassen.

Also leben wir im Eldorado Deutschland. Die verbrecherischen Hacker weltweit reiben sich die Hände und verdienen mit ihren Einbrüchen sehr viel Geld. Viele Menschen, die Opfer einer Missetat werden, sagen:’Das passiert doch jedem‘ – fast könnte man meinen, dass Verbrechen zum Gesellschaftsspiel geworden ist.

Wenn aber der Strom ausfällt, wenn es kein Wasser mehr gibt, wenn keine Züge mehr fahren, wenn nicht mehr produziert werden kann, wenn Kriegswaffen unkontrolliert durch die Länder schwirren – weil in die Systeme der Computer im Eldorado Deutschland eingebrochen wurde und so die Grundversorgung eines Landes außer Kraft gesetzt wurde: Werden die Menschen dann auch sagen: Das passiert doch jedem?

Wohl eher nicht: Denn sie werden mit dem Tod kämpfen müssen: Der immer dann grinst, wenn der Mensch die Gefahr vollkommen negiert!

 

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