Ein wahres Wort der Frau Dr. Merkel

Frau Dr. Merkel war kürzlich in Bern und nahm in einer Feierstunde eine Ehrendoktorwürde entgegen. Eine schweizer Bürgerin fragte sie, wie sie Europa vor der Islamisierung schützen wolle?

Worauf Frau Dr. Merkel bemerkte, dass sich die Christen nicht sehr gut auskennen würden in ihrer eigenen Religion; z.B. sei Pfingsten für viele Christen in seiner Bedeutung nicht bekannt. Und fügte hinzu:“Und sich dann anschließend zu beklagen, dass Muslime sich im Koran besser auskennen, das finde ich irgendwie komisch.“

Da kann ich ihr nur recht geben.

Es war schon komisch, als die Leute von Pegida sich lauthals besorgt zeigten über die Islamisierung von Sachsen. Leute, die einen großen Teil ihres Lebens in einem atheistischen Staat verbracht hatten, die gelernt hatten, dass ‚Religion Opium fürs Volk ist‘: Die also auch keine Ahnung davon hatten und haben, dass die drei großen europäischen Religionen – Judentum, Christentum, Islam –  einen gemeinsamen Stammvater haben – Abraham – und mit den 10 Geboten eine gemeinsame ethisch – moralische Grundlage. Dass sowohl in Bibel als auch Koran die Geschichte vom Paradies und der Arche Noah und Mose geschrieben stehen. Dass im Judentum und im Islam Jesus als großer Prophet gilt.

Mohammed lebte in einer Handelsstadt und kannte sowohl Juden als auch Christen und ihre Überlieferungen.

Einen großen Unterschied gibt es zwischen Bibel und Koran: Im Koran wird der Mensch immer wieder beschwörend aufgefordert, sich doch endlich an die Regeln, die die höchste Instanz – Allah – den Menschen verordnete, zu halten. Das sind die 10 Gebote und die gesellschaftlichen Regeln, die Mohammed, der Prophet, nannte, zum Beispiel wie Witwen und Waisen zu versorgen sind.

 

Es wäre sehr hilfreich und sinnvoll, den Flüchtlingen innerhalb des Deutschunterrichts auch die kulturellen Gemeinsamkeiten zu vermitteln. Da die Religion in den Herkunftsländern eine große Rolle spielt, wäre es gut, auch die Grundlagen der christlichen Religion zu vermitteln. Keine Dogmen, die sowieso kein Mensch versteht und erklären kann, da sie oft nach historischen Auseinandersetzungen entstanden sind . (Die Rolle des Papstes ist  auch so ein Thema: Das kann nur ein römisch-katholischer Mensch glauben – alle anderen Menschen, die eine Religion ernst nehmen, halten das Amt des Papstes als Stellvertreter Jesu Christi auf Erden für Blasphemie).

 

Weihnachten feiert die Legende von der Geburt Jesu und nicht die Ankunft des Rentieres von Coca – Cola mitsamt dem knuffligen Weihnachtsmann.

Ostern feiert die Auferstehung Christi von den Toten und nicht den eierlegenden Osterhasen.

Das dürfte auch für manche Deutsche neu sein.

Insofern haben wir die Chance, wieder genauer über die Grundlagen unserer europäischen Kultur nachzudenken – und die Flüchtlinge erzählen sicher gerne von ihrer Kultur.

Es kann ein gutes Miteinander werden.  Hoffen wir darauf.

 

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